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Kunde Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau

Leistungen Ausstellung, Orientierungssystem, Medienstationen

Von der Schule zur Gedenkstätte

Die ehemalige Pulverfabrik in der niedersächsischen Gemeinde Liebenau war einer der größten Rüstungsbetriebe der NS-Zeit. Circa 20.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurden nach Liebenau verschleppt. Mehr als 2.000 von ihnen starben an den Strapazen oder wurden ermordet. Eine neue Gedenk- und Bildungsstätte erinnert an ihr Schicksal und arbeitet ihre Geschichte auf. Heimat der Gedenk- und Bildungsstätte ist eine ehemalige Schule in Liebenau.

Die Dokumentationsstelle mit Dauerausstellung bildet den Kern der neuen Gedenk- und Bildungsstätte. oblik identity design und die GfG | Gruppe für Gestaltung berücksichtigten bei der Gestaltung, dass sie ein wichtiger Ort für die politische Bildungsarbeit ist. Die Ausstellung ermöglicht verschiedene niedrigschwellige Zugänge und eröffnet Räume für den Dialog. Keine klassische Gedenkstätte, sondern ein lebendiger Ort der Begegnung.

Die Ausstellungsnarration legt den Fokus auf Zeitzeug:innen und ihre persönlichen Erfahrungen. Verschiedene Protagonist:innen begleiten die Besucher:innen durch die Ausstellung. Rund 400 Bunker und Produktionsgebäude existieren noch heute auf dem Gelände der ehemaligen Pulverfabrik. Durch großformatigen Fotos, Bodengrafik, Drohnenfilm und VR-Brille stellt die Ausstellung eine Verbindung zum Gelände her.

Bei der Konzeption der Ausstellung wurde berücksichtigt, dass in Zukunft neue Exponate, Dokumente und Geschichten hinzukommen können. Modulare Elemente wie Streckmetallgitter lassen sich flexibel neu anordnen – und machen die Ausstellung zu einem offenen Archiv, das sich verändern und entwickeln kann.

Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau