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Kunde

Museen der Stadt Nürnberg,
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Leistung

Ausstellungsgestaltung

Perspektivwechsel

Das Reichsparteitags­gelände in Nürnberg ist Sinnbild für die Inszenierung von Macht und Volks­gemeinschaft in der NS-Ideolo­gie. Nun veröffentlicht die Historikerin Dr. Hanne Leßau neueste Forschungs­ergebnisse, die zeigen, dass es gleichzeitig ein Ort der Ausgrenzung, der Verfolgung und Vernichtung derer war, die nicht „dazugehörten“. „Das Reichs­parteitags­gelände im Krieg. Gefangenschaft, Massen­mord und Zwangs­arbeit“ heißt die temporäre Ausstellung im Dokumentations­zentrum, die diesen „Perspektiv-Wechsel“ thematisiert.

Gegen den Ewigkeits- und Herrschaftsanspruch der NS-Architektur des Ausstellungsortes lehnt sich die Ausstellungsgestaltung auf: temporär, fragil, asymmetrisch und mit naturbelassenen und recyclebaren Materialien auch nachhaltig. Horizontal gestaffelte Bild-Text-Tafeln bilden eine „Geschichts-Landschaft“ und fordern auch von den Besucherinnen und Besuchern den „Perspektiv-Wechsel“ ein – eine Konzentration von der Architektur auf die Inhalte.

Das Thema erweist sich als wahrer Besuchermagnet. Bisher haben schon mehr als 41.000 Gäste die Ausstellung gesehen – das ist ein deutlicher neuer Rekord für die Sonderausstellungen des Dokumentationszentrums, in absoluten Zahlen und damit auch im Verhältnis von Besucherzahl zur Dauer der Ausstellung.

Auftraggeber
Museen der Stadt Nürnberg, Dokumentations­zentrum Reichsparteitags­gelände
Projekt
Das Reichsparteitags­gelände im Krieg. Gefangenschaft, Massenmord und Zwangsarbeit
Branche
Bildung
Standort
Nürnberg
Leistung
Ausstellungsgestaltung
Auszeichnung
Gute Gestaltung 2019: Silber (ddc)
Fotos
Stefan Meyer, Tim Hufnagl